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Applikationen

Elektrische Verstellantriebe bieten viele Vorteile: Einfacher Einbau und Robustheit überzeugen

Hartmann Fahrzeugbau setzt auf elektrische Systeme bei der Konstruktion von Geldtransportern, um die Arbeitsabläufe zu optimieren.

Bei dem Bau von Geld- und Werttransportern spielen zwar Panzerung und Beschusssicherheit eine wichtige Rolle, sie sind aber nicht die einzigen Faktoren, die für Sicherheit sorgen. Mindestens genauso wichtig ist es, den optimalen Arbeitsablauf für die Mitarbeiter der Sicherheitsfirmen zu gewährleisten. An den sicheren Arbeitsablauf der Geldboten denken bereits die Konstrukteure der Geldtransport-Fahrzeuge.  

Transporter - die automatische Tür wird mit einem LA36 betrieben.

Die Firma Hartmann-Spezialkarosserien in Alsfeld (Vogelsberg/Hessen) hat eine lange Erfahrung in der Konstruktion und im Bau von Geldtransportern. Jährlich verlassen etwa 250 Fahrzeuge die Fertigungshallen. Immer wieder müssen sich die Konstrukteure mit den spezifischen Anforderungen der Geldtransportunternehmen und deren Arbeitsabläufe auseinander setzen. Diese Anforderungen müssen sie dann technisch umsetzen. Ein Beispiel: Während ein Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens im Fahrzeug bleibt, trägt ein weiterer Mitarbeiter die Geldkoffer in das Fahrzeug. Üblicherweise hat er in beiden Händen einen Geldkoffer, die durch ein ausgeklügeltes System gesichert sind. Sobald er einen Koffer loslässt, explodieren im Inneren des Koffers Farbbomben, die das Geld unbrauchbar machen. Dieser Sicherheitsaspekt erfordert eine Lösung bei der Konstruktion des Fahrzeugs. Der Mitarbeiter darf die Geldkoffer nicht abstellen und hat dadurch keine Möglichkeit, die Tür des Geldtransporters zu öffnen. Die Tür die geöffnet werden muss, führt in die Sicherheitszelle, die wiederum getrennt ist von der Fahrgastzelle. Der zweite Mitarbeiter, der in der Fahrgastzelle sitzt, öffnet die Tür des Sicherheitsbereiches ferngesteuert.

Für das automatische Öffnen und Schließen der schweren Sicherheitstür verbaut die Firma Hartmann LINAK Antriebssysteme. Der elektrische Antrieb bietet gegenüber einer pneumatischen Lösung mehrere Vorteile. Kleinere Fahrzeuge haben keine eigene Druckluftversorgung, der elektrische Antrieb von LINAK ist besonders robust und er lässt sich einfach einbauen. Er ist ein zum Einbau fertiges System. "Wenn wir eine pneumatische Lösung einsetzen würden, dann müssten wir außerdem eine Zusatzverriegelung in der Tür einbauen. Bei dem elektrischen Antrieb ist das nicht nötig," erläutert Ingo Tamm, Karosseriebau-Techniker und zuständig für die Konstruktion von Geld- und Werttransportern bei Hartmann. Er ist von dem Linearantrieb begeistert.

"Der Einbau ist wesentlich unkomplizierter und schneller als mit anderen Systemen. Ich befestige den Linearantrieb in seiner Halterung und stelle die Endschalter auf ihre Position ein. Fertig ist die Türkonstruktion. Einfacher geht es nicht."

Die gepanzerte Tür ist nicht gerade ein Leichtbaumodul. Für den eingesetzten Antrieb, ein LA36 von LINAK, ist dies jedoch kein Problem. Er schafft 500 Newton. Und das bei einer Geschwindigkeit von 160 Millimetern in der Sekunde. Geschäftsführer Immo Decker: "Die Geschwindigkeit, mit der wir die Tür schließen ist ein wichtiger Faktor. Aus diesem Grund haben wir uns für den LA36 von LINAK entschieden, denn der LA36 bietet bei dieser Kraft die höchste Geschwindigkeit." Den LA36 gibt es in verschiedenen Versionen. Neben der besonders schnellen bietet LINAK eine besonders kraftvolle Version mit 10.000 Newton an.

Für den Fahrzeugspezialisten Hartmann waren noch andere Gründe ausschlaggebend bei der Entscheidung für einen elektrischen Linearantrieb. Die Überwachung der Tür ist durch die Elektronik nun viel einfacher. Außerdem ist wichtig: Das System lässt sich erweitern. Denkbar wäre beispielsweise eine Fernschließung der Tür, oder eine Meldung an die zentrale Leitstelle, ob die Tür offen oder geschlossen ist. Mit einer pneumatischen oder gar hydraulischen Lösung wäre dies wesentlich schwieriger. 

LINAK liefert seine Linearantriebe bereits seit vielen Jahren an Fahrzeugbauer. In Winterdienstfahrzeugen kommen LINAK-Antriebe ebenso zum Einsatz wie in Fahrzeugen für Straßenmeistereien. Hier werden beispielsweise Warntafeln mit Hilfe des Antriebs in die richtige Position gebracht. Auch Anbauteile für Quads werden mit den elektrischen Antriebssystemen verstellt. Bei allen Anwendungen muss der Verstellantrieb extreme Belastungen aushalten. Kälte, Regenwasser und Erschütterungen dürfen die Funktionsweise nicht beeinflussen. Der LA36 und auch der neue LA35 erfüllten diese Anforderung. Beide Antriebe wurden speziell für raue Umgebungen entwickelt. Der LA36 bietet ein robustes Aluminiumgehäuse und erfüllt im Einsatz die Schutzart IP 66. Darüber hinaus kann der Antrieb im Stillstand mit einem Hochdruckreiniger gereinigt werden (IP 69K statisch).

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