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Allgemeine Informationen über LINAK Controlboxen

In den letzten Jahren hat LINAK eine Reihe von verschiedenen Controlboxen auf den Markt gebracht - von kleinen Controlboxen, die für die Steuerung von ein oder zwei Antrieben geeignet sind, bis hin zu technisch hochentwickelten Controlboxen mit Mikroprozessoren, die für die Steuerung von bis zu sechs Antrieben eingesetzt werden können.

Die einfachsten und hochentwickeltsten Controlboxen
Die einfachsten Controlboxen können Steuerungssignale von der Handbedienung in die Betriebsspannung des Antriebs umwandeln. Die technisch hochentwickelten Controlboxen haben Funktionen wie z. B. Parallellauf von mehreren Antrieben und Memory. Außerdem sind die meisten dieser Controlboxen mit Mikroprozessoren ausgestattet und können auf Wunsch mit kundenspezifischer Software geliefert werden.

Einige Controlboxen wurden mit einer Netzspannung von z. B. 100, 120 oder 230/240 V AC für den Netzanschluss in unterschiedlichen Ländern entwickelt. Teilweise sind sie mit einer internen / externen Batterie ausgestattet. Versionen mit Batterie und Netzanschluss sind ebenfalls lieferbar.

Sicherheitsmerkmale
Zusätzlich bieten die meisten Controlboxen einen elektronischen Überlastschutz (EOP). Das heißt, dass der Antrieb, sobald er vollständig ein- oder ausgefahren ist, durch Stromabschaltung geschützt wird,  wenn während des Betriebs eine Überlastung eintritt. Die Controlboxen wurden so entwickelt, dass sie die Motorterminale (Pole) kurzschließen, wenn die Antriebe nicht verfahren werden. Dadurch wird die Selbstsperrkraft erhöht.

Einfache analoge Controlboxen ohne Mikroprozessoren
Die Stärke dieser Controlboxen ist, dass sie die Antriebe so steuern, dass diese bei Erreichen der Endposition oder im Falle einer Überlastung gestoppt werden. Jeder Antrieb wird von einer individuell passenden Handbedienung gesteuert.  Darüber hinaus ist es möglich verschiedene Antriebe mit einer speziellen Handbedienung, die auch individuell gestaltet sein kann, zu steuern, z. B. gleichzeitig Kanal 1 aufwärts + Kanal 2 aufwärts oder Kanal 1 aufwärts + Kanal 2 abwärts.

Die meisten Controlboxen sind mit einem Netzfreischaltungssystem ausgestattet, das alle Antriebe stoppt, wenn die Stromaufnahme über einen bestimmten Wert kommt (außer bei CB9L). Folgende Controlboxen sind mit dem Netzfreischaltungssystem ausgestattet: CB7, CB8-A, CB8-T, CB9, CB12, CBJ1 und CBJ2.

Controlboxen mit Mikroprozessoren
Ebenso wie die einfachen analogen Controlboxen ohne Mikroprozessoren können die Controlboxen mit Mikroprozessoren Antriebe so steuern, dass diese bei Erreichen der Endposition oder im Falle einer Überlastung gestoppt werden. Sie können 2, 2+2, 3 oder sogar 4 Antriebe parallel verfahren.

Die Controlboxen können mit oder ohne Memory-Funktion der Antriebe genutzt werden. Abhängig vom Handbedienungstyp können bis zu fünf Speicherpositionen über die Controlbox abgerufen werden. Die Positionsspeicherung ist in zwei unterschiedlichen Varianten erhältlich: mit oder ohne Impulsmemory.

Zusätzlich können diese Controlboxen mit einer speziellen Software entwickelt werden, z. B. für die Steuerung eines Krankenbettes: Regelung der Verstellwinkel, für den Patienten kritische Positionen können gesperrt werden, Trendelenburg, Anti-Kollision etc. Folgende Controlboxen gehören zu dieser Gruppe: CB9M, CB9P, CB14, CB18 und CBD2.

Memory
Über die Standard Memory-Bedienung verfahren die Antriebe in die gewünschte Position solange die Memory-Taste gedrückt wird. Wenn die Memory-Taste vor Erreichen der Speicherposition losgelassen wird, stoppen alle Antriebe. Wird die gewünschte Memory-Taste erneut gedrückt, wird der Vorgang fortgesetzt.

Impuls-Memory
Impuls-Memory ist eine Memory-Funktion bei der die Antriebe über einen einzigen Tastendruck in die gewünschte Position verfahren. Wenn während der Memory-Bedienung eine andere Taste gedrückt wird bevor die gespeicherte Position erreicht wurde, stoppen alle Antriebe. Wenn die gewünschte Memory-Taste erneut gedrückt wird, wird der Vorgang fortgesetzt.

Parallellauf
Parallellauf heißt, dass 2, 2+2, 3 oder 4 Antriebe parallel verfahren. Wenn ein Antrieb die Endposition erreicht oder während des Ausfahrens überlastet wird, stoppen alle Antriebe. Beim Einfahren fahren alle Antriebe in ihre untere Endposition. Wenn der Parallellauf gestartet wird, werden die Antriebe normalerweise einer nach dem anderen gestartet, um den Stromverbrauch während des Startvorgangs zu reduzieren.

Die Controlbox reguliert die Parallelität dadurch, dass sie die Abweichungen zwischen den parallel laufenden Antrieben regelt. Daher laufen Parallelantriebe in der Regel nicht exakt parallel, sondern weichen um 2-4 Impulse ab. Ein Impuls ist eine Bewegung des Antriebs von 0,25 bis 2 mm, abhängig vom Antriebstyp. Zu dieser Gruppe gehört auch die Controlbox CBD1.

Weitere Informationen zu den Controlboxen finden Sie in den spezifischen technischen Dokumentationen.

 

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